Pilgern Tag 5
Tja, was soll ich sagen: eine Nacht im Hotel, mit großem Bad, eigener Bettwäsche, eigenem Balkon, mit Frühstück – da muss es einem ja gut gehen. Meine Füsse wurden zugeklebt bis obenhin, trotzdem waren die ersten Schritte in Richtung Frühstück schmerzhaft und ich dachte mir schon, dass ich so nicht laufen kann. Aber: man läuft sich ein. Man gewöhnt sich an den Druck und nach ein paar Schritten wird es besser.
Der Weg heute war geprägt von Wald, Wiese, missverständlichen Wegzeichen – und Matsch:







Nach ca 12 km waren wir dann am Ende unserer Wanderung angekommen

Ca 100 km in 5 Tagen – es war anstrengend und körperlich herausfordernd. Es ist schade, dass es rum ist – das jedenfalls sage ich. Meine Füsse (was die Blasen anbelangt) sind froh, dass sie bald neue Schuhe und ein bisschen Ruhe bekommen. Aber eigentlich wäre ich von den Muskeln her soweit, weiterzulaufen. Meine Muskeln haben sich an die neue, ungewohnte Art zu funktionieren gewöhnt – was mich auch einiges an Überredungskunst gekostet hat.
Von Bad Oldesloe ging es mit dem Zug zurück nach Wismar zum Auto. Nachdem wir in Lübeck 30 Min auf den nächsten Zug warten mussten hab ich endlich endlich (aufmerksame Leser von mir wissen, dass noch ein Thema fehlt 🤭) ein Fischbrötchen geholt

In Wismar haben wir uns noch rasch einen Pilgerstempel in der Kirche geholt


und sind dann weiter zum Auto – und zu anderen Schuhen 😊

Von Wismar aus ging es dann weiter über Stau in HH zum Bahnhof in Bremen, wo ich mich endgültig von Dani verabschiedet habe und dann weitergefahren bin nach Butjadingen (zwischen Wilhelmshaven und Bremerhaven), wo meine Mutter und meine Schwester im Urlaub machen. Hier an der Nordsee werde ich noch ein paar Tage Urlaub machen und vielleicht noch den einen oder anderen Kilometer laufen – sofern die Blasen irgendwann mal wieder abgeheilt sind.

Das wars für dieses Mal. Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht und bis zum nächsten Mal.
Anja